Quelle: Lucie Tousecká
Holzbrücke
Die Brücke in Kynšperk ist nach der Brücke in Český Krumlov mit einer Länge von 63 Metern die zweitlängste Brücke in unserem Land. Sie verbindet den linken Teil der Stadt mit dem Stadtzentrum. Es handelt sich um eine sehr raffinierte Konstruktion mit überdachter Brückenfahrbahn und 13 Fensteröffnungen auf jeder Seite. Die Brücke ruht auf zwei Betonpfeilern und schließt auf beiden Seiten an die Überreste der ursprünglichen Stahlbetonbrücke an. Die Dachkonstruktion besteht aus 65 Sparren, 30 senkrechten Doppelpfosten und 15 Querstreben. Sie wurde 1950 von örtlichen Zimmerleuten und Arbeitern erbaut.
Quelle: Jana Tomsová
Jüdischer Friedhof Kynšperk nad Ohří
Bereits in der Zeit vor der Hussitenbewegung war der Friedhof ein fester Bestandteil der städtischen Besiedlung. Die ältesten erhaltenen Berichte stammen aus dem März 1350, als es in Eger/Cheb zu einem großen Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung kam. Auf dem Wall und im unteren Graben befinden sich 127 Grabsteine. Im oberen Graben befindet sich der jüngere Teil, in dem wir Grabsteine aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und aus dem frühen 20. Jahrhundert finden können. Während der Kristallnacht im November 1938 wurde der Friedhof von faschistischen Fanatikern zerstört.
Quelle: Lucie Tousecká
Kirche Mariä Himmelfahrt
Die römisch-katholische einschiffige Kirche wurde unter der Leitung des örtlichen Baumeisters W. Baunbock nach einem Entwurf von J. B. Mathey erbaut. Es handelt sich um einen Bau des Hochbarocks, der zwischen 1721 und 1727 an der Stelle einer früheren gotischen Kirche errichtet wurde. Daneben steht die Kapelle am Ölberg und in der Nähe befinden sich das Pfarrhaus und die Statue der Jungfrau Maria Immaculata, die zusammen mit der Kirche und dem Pfarrhaus seit 1963 als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt ist. Die beiden Kirchtürme sind das Wahrzeichen der Stadt.
Quelle: Lucie Tousecká
Brauerei Kynšperk / Königsberg
Die Brauerei in Kynšperk (früher Königsberg) belieferte nach 1945 die meisten Gaststätten im Bezirk Sokolov. Die Bierproduktion lief hier bis 1955, danach wurde das Gebäude zu einem Lager für Handwerksbedarf umfunktioniert. Seit 2013, als es wiedereröffnet wurde, wird hier Bier unter dem Markennamen Kynšperský zajíc (Königsberger Bier mit dem Hase-Motif) gebraut. Das älteste Gebäude auf dem gesamten Gelände ist die Schenke, ehemals eine Mälzerei, die seit dem 16. Jahrhundert in Betrieb war und heute ein Restaurant mit Wintergarten beherbergt.
Quelle: Lucie Tousecká
Feuchtgebiet Libocké mokřady
Nicht weit vom Bahnhof entfernt befindet sich das Feuchtgebiet Libocké mokřady. Es entstand spontan aufgrund von Einstürzen in überflutete alte Minen und haben heute eine Fläche von etwa 3 Hektar. Hier können Sie eine vielfältige wasserliebende Fauna beobachten – Amphibien und Insekten. Von einem hölzernen Beobachtungsturm (ca. 2 Meter hoch) aus können Sie Sumpfvögel beobachten – die Rohrweihe (Circus aeruginosus), den Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), die Schnatterente (Mareca strepera), den Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana).
Quelle: Živý kraj
Wallfahrtsort Chlum Svaté Maří (Maria Kulm) mit der Kirche Mariä Himmelfahrt
Die Wahlfahrtsort wurde 2018 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Sie wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts beim Kloster der Kreuzritter mit dem roten Stern erbaut. Der Legende nach wurde die Kirche an der Stelle errichtet, an der ein Metzgergeselle eine Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind gefunden hatte, die immer wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückkehrte, nachdem sie weggenommen worden war. Der Geselle sah darin ein Wunder und brachte die Statue zurück zu dem Haselnussstrauch, wo er sie gefunden hatte, und ließ über ihr ein Holzhäuschen errichten, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen. Im Jahr 1687 wurde Maria Kulm zum Probstamt erhoben. Die Kirche, einschließlich des Pfarrhauses, wurde anschließend aufwendig umgebaut (nach Entwürfen von Christoph Dientzenhofer) und erhielt ihr heutiges Aussehen als eines der schönsten Barockensembles in der Tschechischen Republik.




